


Aula am Aasee, Scharnhorststraße, Münster
Das Berliner Kabarett-Theater
DISTEL
Das 116. DISTEL-Programm:
Shanghai - Staatsschulden-Boom in D
| Regie | Hans Holzbecher |
| Texte: | Frank Lüdecke, Andreas Reber u.a. |
| Musik: | Bernd Wefelmeyer |
| Es spielen: | Dagmar Jäger, Stefan Martin Müller, Michael Nitzel |
In der Satire Shanghai herrscht helle Aufregung, weil der
deutsche Staatsschulden-Markt ins Wanken gerät.
Und alles nur wegen eines Klempners aus Berlin Marzahn. Als eine
Fehlüberweisung aus Shanghai Klaus Steppanski 1,5 Billionen Euro
aufs Konto spült, hat er eine Vision: Den deutschen Staat
entschulden! Kurz ent-schlossen tut er es auch. Genau das versetzt
Politiker, Bankiers und Beamte in Angst und Schrecken! Er gerät ins
Visier der Polizei. Denn allmählich dämmert es dem Land: Der
Schuldenstandort Deutschland ist in Gefahr und die Verantwortlichen
werden gesucht…
Ein temporeiches Kabarettprogramm über Geld, Glück und
gesellschaftliche Visionen. Mit durchgeknallten Nachbarn, empörten
Finanzexperten und aufgescheuchten Politikern. Allesamt gespielt von
drei Schauspielern. Und dazu jede Menge Live-Musik...
» www.distel-berlin.de
Donnerstag, 26.11.2009 – 20 Uhr
Aula am Aasee, Scharnhorststraße, Münster
Bruno Jonas
Bis hierher und weiter
Bruno Jonas nimmt eine
Geschichte, wie sie in diesem Lande täglich passiert zum Anlass,
um aktuelle Themen aus Politik und Wirtschaft auf seine ganz
persönliche Art kabarettistisch zuzuspitzen. Er schlüpft in die Rolle des Unternehmensberaters Hubert Unwirsch,
der nie um einen Rat verlegen ist, über vielfältige Kontakte in
Wirtschaft und Politik verfügt und stets auf stand-by ist.
Diese
Online-Persönlichkeit muss am Flughafen warten, weil sein Flieger Verspä-tung hat. Ein wichtiger Termin in Berlin droht zu platzen
und die Lage spitzt sich zu, als sich herausstellt, dass die
Staatsanwaltschaft wegen Korruption und Untreue ermittelt... "Wenn einer weiß, dass er nichts wissen kann, und
trotzdem so tut, als könnte er was wissen, dann ist er
wahrscheinlich ein Depp - oder ein Berater."
Es geht also um die großen Fragen: Wie geht es weiter, wenn
es weiter geht, und wo hört es auf? Sollen wir noch selber denken,
oder ist es klüger, ganz darauf zu verzichten?
Ziemlich lange vertraute man dem eigenen Verstand, um die
komplexen Zusammenhänge zwischen rückwärts einparken und
katholischer Religionslehre, nackt denken und fleischloser
Ernährung, Niedertracht, Missgunst und Intrige zu verstehen. Nun
haben viele das Gefühl, dass Korruption und Untreue, Wirtschaft
und Politik, Theologie und Betriebswirtschaftslehre mit dem
Verstand allein nicht mehr zu erfassen sind.
Deshalb lautet heutzutage die Forderung: "Wage nicht deinen
Verstand zu gebrauchen, denn du wirst blöd dabei!"
Zu solchen und ähnlich verblüffenden Erkenntnissen kommt der
Unternehmens-
berater während seiner Wartezeit auf dem Flughafen. Als sein Flug
schließlich gecancelt wird, ist ihm klar, dass es nicht so weiter
gehen wird, wie er sich das vorgestellt hat. Bis hierher...und
weiter?
» www.bruno-jonas.de
Aula am Aasee, Scharnhorststraße, Münster
Piet Klocke
Das Leben ist schön - gefälligst!
Piet Klocke hat ein paar rote Haare, hagere Gestalt, eine
unmodische, kreisrunde Brille und rudert nicht selten fahrig mit den
Händen im luftleeren Raum herum. Dabei gelingt es ihm nicht immer
begonnene Sätze zu Ende zu bringen – zu viele Geschichten gehen ihm
durch den Kopf, zu viele Assoziationen wollen assoziiert werden und
dann immer wieder diese merkwürdige Musik im Kopf.....!
Mit seinem neuen Programm Das Leben ist schön –
gefälligst! kann man ihn nun wieder live auf der Bühne erleben,
gemeinsam mit seiner kongenialen Partnerin Simone Sonnenschein
(alias Frl. Angelika Kleinknecht).
Klocke schlüpft in die Rolle eines verschrobenen und verklemmten
Wissenschaftlers, der vom Reichtum seiner (vermeintlich unfreiwillig
komischen) Wortspiele und Gedanken ebenso erfüllt, wie von der
Situation überfordert ist. Charakteristisch für seine Auftritte sind
in höchster Aufregung und durch Gesten unterstützte Satzfragmente
und philosophische Weisheiten („Das Schicksal will auch seinen
Spaß”).
An seiner Seite brilliert Fräulein Kleinknecht. Sie sitzt ohne
Murren, gut erzogen, neben Herrn Klocke, ordnet versonnen den Saum
ihres Kleides und verharrt weit, weit weg im Universum ihrer
Gedankenwelt, bis sie, so unerklärlich wie zuvor ihr Schweigen, das
Saxophon nimmt und ein virtuoses Solo bläst.
Stille, anrührende Momente werden durch völlig neue Erkenntnisse des
Hobby-Tierpsychologen Klocke unterbrochen, der sich wissenschaftlich
u. a. mit der Hummelforschung beschäftigt. Er hat herausgefunden,
dass die Insekten mangels Intelligenz leider immer wieder gegen
Scheiben fliegen und einfach zu dumm sind, großen Gegenständen – wie
z.B. Herrn Klocke – im Flug auszuweichen.
Wie der 1,93 Meter lange, hagere Mann im schrillen Karo-Jackett es
schafft, den physikalisch eigentlich unmöglichen Flug einer kleinen,
moppeligen Hummel lebensecht zu demonstrieren, ist komödiantische
Extraklasse – eben echt Piet Klocke!
»
www.piet-klocke-tour.de
Piet Klocke "Die Rente"
» bei
Youtube ansehen

Aula am Aasee, Scharnhorststraße, Münster
Richard Rogler
Stimmung
Wer hat eigentlich jemals behauptet, wir Deutschen hätten
schlechte Laune? Das Gegenteil ist der Fall. An jeder Ecke wird
täglich ein Stimmungslokal eröffnet. Auf jedem Dorfplatz steht ein
Stimmungszelt. In den Unterhaltungsarsenalen der Fernsehanstalten
lagern Sendungen, die in der Lage sind, jeden Einwohner pro Kopf
hundert Mal um den Verstand zu bringen. Und wehe, es tanzt einer
aus der Reihe, möglicherweise noch, in dem er sein Gehirn
einschaltet - da herrscht aber ganz schnell mal Bombenstimmung.
Ist das politische Personal bei seinen Gipfeltreffen deshalb so
gut gelaunt, weil es ihm wieder mal gelungen ist, durch gezielte
Desinformation das Wahlvolk vom Nachdenken abzuhalten? Da sollten
wir zurück lachen!
Richard Roglers neues Soloprogramm Stimmung hat im
November 2009 Premiere. Wie gewohnt wird der Kölner
Ausnahmekabarettist aktuelle gesellschaftliche und politische
Befindlichkeiten zu Momentaufnahmen der Extraklasse verquicken.
»
www.richard-rogler.de


Aula am Aasee, Scharnhorststraße, Münster
Gerd Dudenhöffer
spielt Heinz Becker: KOSMOPOLIT
Kurz und knapp klingt der Titel des neuen Dudenhöffer-Programms
für seine beliebte Kunstfigur Heinz Becker. Kosmopolit: Ein Wort,
das zahlreiche lebendige Assoziationen vom interessierten,
aufgeschlossenen Weltbürger auslöst, dem man großzügig Attribute wie
Toleranz, Offenheit und Flexibilität attestiert. Der Heinz
Becker-Kenner jedoch erahnt blitzschnell, dass sich dahinter wohl
das ausgedehnte Themenspektrum dieses passionierten
Schmalspurdenkers verbirgt.
Wohl wahr. Denn: Während sich Heinz auf der Bühne entspannt auf
einer eigens kunstvoll gestalteten Gartenscholle lümmelt, kommt er
so von Hölzchen auf Stöckchen. Die kleinen und großen Themen der
Welt bewegen ihn, die er mit atemberaubender Logik auf seinen
persönlichen „Kompost“ bringt. Für ihn ist es da völlig klar, dass
es einen Zusammenhang zwischen beispielsweise einem ver-schnarchten
Kundendienstler für Wäschetrockner und der „zusammenbrechenden
Wirtschaftskrise“ gibt.
Alte oder neue Armut, Aids, Sextourismus oder der Wellness-Trend,
Heinz geht eben quer durch den Garten. Und wenn er sich dabei gerade
den Planeten auf die Größe eines Vorgartens stutzt, treibt es ihn
förmlich zum Wort-Ikebana: Ganz natürlich, die Krise verdankt dem
berühmten „Dominaeffekt“ das massive Bankensterben und den sinkenden
Leitzins, weil, ja, „weil letschten Endes die Leit das bezahle“.
Auf seiner Scholle gräbt er das Unterste nach oben und weiß, was
eine Harke ist. Vor den verkniffenen Mund nimmt Becker kein Blatt,
kehrt nicht nur im eigenen Garten und spuckt in beredter
Unwissenheit feine und bitterböse Töne. Mit KOSMOPOLIT
liefert Gerd Dudenhöffer wieder einmal ein kabarettistisches
Kabinettstückchen. Beweist sich einmal mehr als Meister köstlichster
Wortver-dreher, körperlich fühlbarer Kunstpausen und messerscharfer
Pointen. Gnadenlos stellt er den Kleinbürger vor die großen Fragen
unserer Zeit. Und da ist auch Heinz Becker ganz Kosmopolit, dem kein
Anzug zu groß und keine Scholle zu klein ist. Mit seinem dreizehnten
Bühnenprogramm bietet Gerd Dudenhöffer faszinierendes Schauspiel,
intelligenten Humor, bissige Satire und unschlagbare Präsenz –
Unterhaltung im besten Sinne.
»
www.gerd-dudenhoeffer.de
Preise: Euro 27,- / 24,- » Kartenbestellung / Sitzplan / Saalfotos



Aula am Aasee, Scharnhorststraße, Münster
Dieter Hildebrandt
und Roger
Willemsen
mit der szenischen Lesung:
Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort - Die Weltgeschichte der
Lüge
200-mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Schlange im
Paradies hat damit angefangen und seitdem können wir nicht mehr
aufhören. Die Urkunde, die den Kirchenstaat begründet hat -
gefälscht! Genau wie die, die Hamburg zur Hansestadt machte.
Möglicherweise ist sogar das halbe Mittelalter eine Erfindung. Im
18. Jahrhundert hatte fast jeder Fürstenhof seinen eigenen
Goldmacher, nur Gold konnte keiner von ihnen machen. Und dann das
19. Jahrhundert - die große Zeit der Hochstapler! Sie verkaufen die
Freiheitsstatue und vertreiben gallonenweise nicht existentes
Salatöl...
Nicht zu vergessen, dass niemand vorhatte in Berlin eine Mauer zu
bauen oder eine "sexual relation with that woman" hatte. Dieter
Hildebrandt und Roger Willemsen haben sich die Geschichte der
Menschheit vorgenommen und dabei nichts als Lügen gefunden. Ein
Abend zum Staunen, zum Schmunzeln und zum Misstrauischwerden.
(Pressetext Agentur)
Buch: Traudl Bünger und Roger Willemsen in Kooperation mit lit.COLOGNE
Pressestimmen:
"Da schwadronieren zwei lustvoll über Kunst, Politik und Wissenschaft, Religion, Journalismus und Biologie, fahren sich munter in die Parade, weisen sich in die Schranken und geben einander vergnügt eins über." (Westdeutsche Zeitung)
"Der Text des umfangreichen Programms ist durchkomponiert, mitunter sogar gedichtet... Willemsen übernimmt im Duo die Rolle des naseweisen Intellektuellen, während Hildebrandt lustvoll den moralisch Empörten mimt... Die beiden öffneten den Horizont des Themas, zeigten, dass es hier nicht nur um gut recherchierte Kolportage geht. Sondern darum, dass wir alle für dumm verkauft werden. Ein Beispiel: "Es gibt Massenvernichtungswaffen im Irak." Obwohl wir wissen, dass hier gelogen wird, haben wir doch zu ertragen, dass die Macht in ihrer ganzen Obszönität uns diese Aussage als Wahrheit verkauft." (Kölner Rundschau)
Preise: Euro 25,- / 22,- » Kartenbestellung / Sitzplan / Saalfotos



